Mittwoch, 16. Februar 2011

Trainingslager Malle, Tag 5, Cala Rajada-Porto Cristo-Cala Figuera-Felanitx-Petra

Die heutige Tour war die Ostküste runter. Über Cala Rajada bis Cala Figuera. Dann nach Norden zurück zur Küstenstrasse und wieder nach Alcuida.


Trainingsziel war Grundlage als Verlängerung des Trainingsblocks.
Bildchen habe ich nur in Porto Cristo



und Cala Figuera geschossen.



Cala Figuera muss in der Urlaubssaison die Hölle sein. Ansonsten ganz hübsch.

Der starke (3-4bft) Westwind und die coupierte Strecke machte die Fahrt recht abwechslungsreich. Besonders die Seitenwindböen waren spassig.
Dafür waren die Rückewindpassagen geil.
Meine absolute Lieblingsbolzerstrecke auf Malle wurde dadurch noch weiter getunt. Es ist dies die 2. Hälfte der Strecke von Petra nach NNO hoch zur Küstenstrasse. Wellig bergab. Gerade so abfallend, dass man noch Druck machen kann ohne hohl zu treten. Auf dem Profil zwischen km 142 und 152. Man beachte die Geschwindigkeit. Sowas im Flachen treten können, das wärs.

Ausserdem fand ich das Teilstück zwischen Cas Concos des Cavaller und Felanitx ausgesprochen idyllisch. Kleine Nebenstrasse, guter Belag, Mauern links und rechts, kurvig und viele blühende Bäume.
Bisher bin ich immer die Hauptstrasse gefahren.

Morgen ist definitiv Ruhetag mit ein bisschen REKOM und viel Ausruhen.

Dienstag, 15. Februar 2011

Trainingslager Malle, Tag 4, Caimari-Lluc-SaCalobra-Lluc-Caimari-Lluc-Pollenca


Heute war toll. Das mal vorweg.

Ich hatte mit Dauerregen gerechnet. Vormittags sollte es schwächer regnen. Also Wecker auf 7:00 gestellt um Caimari-Lluc mindestens 2-mal hoch zu fahren. Ziel waren EB-Intervallserien à 5-7min mit 5min Pause.

Aber siehe da. Es war trocken. Also Frühstück sausen gelassen, ein paar Cookies von hier gegessen und los.
Erster Anstieg Caimari-Lluc gab genau 3 Intervalle her.
An der Tanke kurze Colapause. Es war immernoch trocken, obwohl ich schon 2 Stunden unterwegs war. Also wurde auf Sa Calobra umdisponiert. Ein kleiner Küstenort, an sich nur ein paar Restaurants und eine Schiffsanlegestelle. Aber die Strasse ab dem Col de Cals Reis, ein kleiner Pass vor der eigenentlichen Abfahrt ist genial.
Den landseitigen Anstieg zum Cals Reis nutzte ich für ein einzelnes etwas längeres Intervall.

Runter nach Sa Colabra war ich, wie bei allen Abfahrten gestern und heute, sehr vorsichtig. Immer wieder nasse Stellen und jede Menge Spitzkehren.
Bis Sa Calobra war mir die ganze Strecke noch keine einzige RRler begegnet. Nicht mal Touristen hatte es. Ich war der erste des Tages.
Die, ansonsten wohl völlig überlaufene Felsengalerie hatte ich für mich alleine.




Ohne Touristen echt schön.
Pause fertig und wieder hoch. 4 Intervalle passten rein bevor der Berg ausging. Allerdings sagte 2Peak, dass ich die Pausen nicht sauber eingehalten hatte und nahm die ersten 3 Intervalle als ein langes. Auch war die vorgesehene Steigerung innerhalb einer Serie im 4. Intervall nicht gegeben.
Auf dem Weg hoch kamen mir die ersten Busse entgegen und just oben auf dem Col die ersten beiden RRler. Es sollten insgesamt so 20-30 werden. Immer in kleinen Grüppchen oder einzeln. Meist Papageientrikots, vermutlich einige Kaderfahrer - Spätaufsteher.
Hier noch das Passfoto vom Col de Cals Reis:

Wieder in Lluc war es immernoch trocken. Shit, keine Ausrede. Also nochmal runter nach Caimari und nach 5:30h nochmal 3 Intervalle wieder hoch nach Lluc.
Pünktlich zum Ende des letzten Intervalls begann es zu Regnen. Endlich. Ab nach Hause im leichte Regen.
Profil über Strecke

Profil über Zeit

Intervallanalyse von 2Peak


Den Anfang und das Ende der Intervalle habe ich mit Zwischenzeiten markiert. Die Auswertesoftware zeigt da jeweils verschiedene Daten ab der letzten Zwischenzeit an. U.a. die Steigleistung (VAM).
Die erste 3er-Sequenz hoch nach Lluc schaffte ich recht gleichmässig ca. 950m/h (943, 953, 946)
Das Einzelintervall vor der Abfahrt nach Sa Calobra 984m/h.
Von Sa Calobra wieder hoch 976, 997, 967, 1074m/h.
Die zweite 3-er Serie hoch nach Lluc war 1001, 706(mit Zwischenabfahrt) und 898.
Damit bin ich ganz zufrieden. Zumal die letzten Intervalle nach 5 1/2 Stunden Bruttofahrtzeit gefahren wurden.
Jetzt bin ich aber platt.

Trainingslager Malle, Tag 3, Caimari-Lluc-Pollenca

Heute gab es wetterbedingt nur eine kurze Runde.
Am Nachmittag sollte der Regen etwas nachlassen.
ALso um 15:00 über Kaimari den Trainingsberg zum Kloster Lluc hoch als EB-Intervall.
30min um die Schwelle, Steigleistung ca. 850m/h. Das muss noch besser werden. Es war aber auch im starken Regen mit sehr viel Wind.
Oben Pause an der berühmten Tanke, Regenklamotten wieder an und im Dauerregen über Pollenca zurück.
Der Anstieg ist zum Intervalle fahren echt gut. Nur ein kurzes Flachstück wo man aus dem Sattel muss um den Puls hoch zu halten.

Oben habe ich leider wieder meinen ungleichmässigen Puls bekommen. Das verträgt das Polar garnicht und zeigt Wahnsinnswerte an. Den bekomme ich immer bei niedrigem Zuckerspiegel, wenn ich nach längerer Fahrt zu abrupt die Belastung stoppe. Keine Angst (oder Hoffnung), der Kardiologe sieht kein Problem.
Geregnet hat es im Prinzip die ganze Zeit. Mal mehr, mal weniger. An sich mehr mehr mit wenig weniger dazwischen.
Im Dunkeln ins Hotel gekommen. Licht ist Gold wert.
Morgen sieht das Wetter noch schlechter aus.
Eventuell früh am Morgen eine kurze Runde.

Montag, 14. Februar 2011

Trainingslager Malle, Tag 2, Lluc-Puig-Soller-Col de Soller

Ich bin für 8 Tage auf Mallorca in meinem 1-Mann-Trainingslager.

Nach der Aufwärmrunde vom Samstag habe ich heute, Sonntag 13.2.2011 die erste richtige Runde gedreht. Nachdem ich letztes Jahr nur flach gefahren bin, stand die Erkundung des Tramuntanagebirges auf dem Programm.

Die Tour ist hier skizziert (Gegenuhrzeigersinn):

Einrollen bis Polenca und dann hoch am Kloster Lluc und Gorg-Blau-und Cuber-Stausee vorbei bis zu diesem Witz von Passhöhe am Puig Major. Nur kurze Fotostops und Rumgefrickel mit der Sattelhöhe und -neigung.
Zwischen Lluc und Puig mit Meerblick

Der Puig Major vom Cuberstausee aus

Und der Cuber selbst von etwas weiter oben aus


Runter nach Soller über Fornalutx. Hier einer der typischen Orangenhaine:


Soller selbst ist nix. Ein hässliches Chaos aus engen Einbahnstrassen.
In Erwartung des Mörderpasses Col de Soller habe ich mir am Ortsausgang Soller an einer Tanke eine Cola-Mars-Schuss gesetzt.
Aber auch der Col war wie der Anstieg nach Lluc und zum Puig hoch einfach und zu kurz.
Am Anfang des Passanstiegs kommt man an der Trasse der Sollerbohn vorbei:

Kurz vor der, ebenfalls lächerlichen, Passhöhe steht diese Finca. Man sieht, dass es hier Wolken hatte. Der stramme SW-Wind hat teilweise ganz schön gebremst.

Oben habe ich einen Schwaben von der Alp getroffen. Mein Gott.
Den hatte es kurz vor Soller von Süden her kommend in einer dieser noch nassen Kurven auf die Fresse gehauen. Er war um am Col immer noch voll auf Adrenalin und sehr sehr sehr gesprächig. Er hatte ein paar Schürfwunden und sein 20-Jahre altes unterrohrgeschaltetes Stahlrahmengefährt hatte garnichts.

Da er auch in Alcuida wohnt sind wir die letzen flachen 50km bei geilem Rückenwind zusammengefahren. Nette Unterhaltung.

Aus sportiver Sicht war das Ziel nicht zu überdrehen und möglichst im GA2/KA2 Bereich zu bleiben. Ich kannte die Berge hier ja noch nicht. Das ging problemlos. Natürlich war ich nicht sonderlich schnell, aber wozu auch.

Mittwoch, 26. Januar 2011

Die Trainingsziele

Um die Trophy zu bewältigen muss ich klare Trainingsziele definieren und erreichen.
Bei 7000hm und ca. 15h Fahrtzeit sind Leistungsgewicht im extremen Langzeitbereich gefragt. Die absolute Leistung ist hier zweitrangig. Genauso Spitzenleistungswerte.
Ich schätze, dass ich meine Geschwindigkeit bei MTB Marathons um 10% (bei gleicher Anstrengung) steigern muss. Ausserdem muss der Fettstoffwechsel sehr gut trainiert sein.
Meine Trainingsziele sollen möglichst messbar sein um ihre Erreichung zu überprüfen:
  • Gewicht - BMI kleiner 21.
  • Leistung am Übergang GA1 zu GA2 190W (nach 2 Stunden Belastung)
  • massiver Verbesserung des Fettkreislaufs
  • Absolvieren von Testwettkämpfen mit mindesten 15 Sattelstunden
  • Leistung an der IANS 300W (Sekundarziel)
Noch 171 Tage...

Montag, 24. Januar 2011

Das Trainingslager Malle Feb. '11 nähert sich



Mein Trainingslager auf Malle vom 12.2.2011-20.2.2011 nähert sich. Es ist mein Highlight im Februar und die heissersehnte Abwechslung zum tristen Wintertraining.
Ich hoffe das Wetter spielt mit. Zwei Touren sind bereits geplant.
Die Tour Grande (blau) mit 160km, einigen Höhenmeter und eine Langstrecke (violett), welche die flacheren Teile der Insel umrundet (210km).
Alles weitere ergibt sich je nach Wetter und Fahrlust. Ich bin zum Glück alleine und keinem Gruppenzwang unterworfen. So gerne ich MTB-Touren in der Gruppe absolviere, so gerne bin ich beim Strassentraining alleine unterwegs.

Noch 173 Tage ...

Dienstag, 11. Januar 2011

Weihnachten-Silvester in NL: Schnee, Schnee, Schnee

Über Weihnachten und Neujahr sind wir traditionell in NL.
Als wir am 1. Weihnachtsfeiertag in Richtung Eindhoven losfuhren, lag auf den Strassen hoher Schnee. Wir waren unsicher ob wir überhaupt durchkommen würden.
Schlussendlich schafften wir es.
In den Niederlande lag ebenfalls hoher Schnee. Trotzdem wollte ich trainieren. Im Winter nehme ich nicht das Rennrad, sondern das Alltagsbike mit nach NL.
Die 28''-Laufräder hatte ich gleich daheim gelassen. MTB-Bereifung war angesagt. In den ersten Tagen wegen tief verschneiter und vereister Radwege sogar Spikereifen. Sowieso war eine reguläre Streckenwahl nicht möglich. An ein Fahren auf der Strasse war nicht zu denken. Der Schnee am Rand hätte einen mitten auf die Fahrbahn gezwungen. Eine sichere Beute für die sommerbereiften holländischen Autos.
Ich wählte eine Strecke mit durchgehend abgesetzten Radwegen, also untypischerweise entlang von Hauptstrassen. Bis auf kurze Strecken innerhalb von Orten war ich so vor den Autos sicher.
Die Runde war ca. 30km lang.
Die ersten Tage fuhr diese Runde jeweils 3-4mal, anfangs mit einem 15-er Schnitt. Die Temperaturen lagen um Null, der heisse Apfelsaft aus den Thermosflaschen war eine wilkommene Wärme- und Energiequelle.
Nach ein paar Tagen waren die Radwege schneefrei wurden durch überfrierende Nässe am Morgen jedoch immer wieder zu Rutschbahnen. Egal, endlich runter mit den Spikereifen.
Mit dem Wechsel in den Norden im Raum Zwolle waren so wieder einigermassen normale Strecken möglich. Nach ein paar weiteren langen, kalten Runden schlugen diese Weihnachtsferien mit hart erkämpften 41 Sattelstunden zu Buche.